Für spontan Entschlossene empfehlen wir noch das heute startende Sound Cream Festival, das einmal mehr in der Schaulust Bremen sattfindet und an zwei Abenden verschiedene Acts zwischen Experimentalmusik, Klangkunst, Avantgarde und elektronischer Musik präsentiert. Das vom Musikfonds geförderte Festival versammelt acht Projekte, die auf sehr unterschiedliche Weise ausloten, wie Musik, die im weitesten Sinne sogar als Pop gelesen werden kann. heute erweitert, dekonstruiert und neu gedacht werden kann.
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Konstellationen: Camilla Pisani mit neuem Longplayer
Mit “Konstellationen” veröffentlicht die italienische Klangkünstlerin und Komponistin Camilla Pisani Anfang Juli ein neues Album auf dem Cyclic Law-Imprint Aesthetical. Die auf CD und digital erscheinende Arbeit versteht laut Label Sprache nicht nur als sprechbares Wort, sondern als vielschichtiges Geflecht aus Klang, Symbolen, Gesten und kosmischen Bewegungen.
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Metamorphoses: Neue Zusammenarbeit von OdNu und Ümlaut
Rund zweieinhalb Jahre nach ihrem gemeinsamen Album “Abandoned Spaces” setzen OdNu und Ümlaut ihre Zusammenarbeit fort: Am morgigen 6. Juni erscheint mit “Metamorphoses” eine neue digitale Veröffentlichung auf Audiobulb. Während die früheren Arbeiten des Duos noch aus einzelnen Stücken bestanden, entfaltet sich Metamorphoses als durchgehende, einstündige Komposition. Ausgangspunkt waren von Jeff Düngfelder gestaltete Soundscapes aus Tape-Loops und Elektronik, die Michel Mazza mit E-Gitarre, Klarinette und zusätzlichen elektronischen Bearbeitungen weiterentwickelte.
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Samuel Hall, Mat Pogo, C.B., Sarmen Almond, Munsha und Murder Murder in Berlin
Die von Munsha kuratierte Reihe Glasss lädt erneut zu einem Abend mit experimenteller Musik, Klangkunst und spontanen Kollaborationen nach Berlin-Kreuzbergein. Auf dem Programm stehen vier sehr unterschiedliche Projekte, die sich zwischen elektronischer Improvisation, Noise, Stimme, Percussion und audiovisuellen Ansätzen bewegen.
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Dowser: Comeback auf All Horned Animals
Mit „Schema 1 + 2“ veröffentlicht das japanische Projekt Dowser am 1. Juni über das Label All Horned Animals erstmals seit vielen Jahren wieder ein neues Album auf einem externen Label – und knüpft damit an eine lange, eigenwillige Geschichte zwischen elektronischer Avantgarde, Noise, Ambient und experimenteller Filmmusik an. Gegründet wurde Dowser Ende der 80er von Hiroyuki Nagashima, der, so erfährt man vom Label, auch als Komponist für Regisseure wie Sogo Ishii, Katsuhiro Otomo oder Shinji Aoyama tätig war und bereits den Soundtrack zu Shozin Fukuīs Cyberpunk-Kultfilm 964 Pinocchio unter dem Namen Dowser veröffentlichte.
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O.R.G.II: Neues Orgelwerk von Puce Moment
Am 12. Juni veröffentlicht das französische Duo Puce Moment sein neues Album „O.R.G.II“ als CD auf Odd Doo. Nicolas Devos und Pénélope Michel setzen darin ihre Auseinandersetzung mit der Pfeifenorgel fort und bringen das traditionsreiche Instrument erneut mit elektronischen Klangflächen, Drone-Kompositionen und elektroakustischen Texturen in einen spannungsreichen Dialog.
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Christof Migone: Neues Album auf Squint Press
Mit “OO” veröffentlicht Christof Migone ein neues Album zwischen experimenteller Vokalkunst, Sound Poetry und elektroakustischer Minimal Music. Die fünf Stücke kreisen obsessiv um den titelgebenden Doppelvokal und entwickeln daraus rhythmisch zerhackte Sprachfragmente, Stottern, Wiederholungen und stereophone Verschiebungen.
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Seasons: Ai Yamamoto mit neuer EP
Die in Australien lebende japanische Klangkünstlerin Ai Yamamoto widmet sich auf ihrer neuen EP “Seasons” dem zyklischen Wandel der Jahreszeiten und deren Verbindung zu Erinnerung, Vergänglichkeit und menschlicher Erfahrung. Die vier Tracks umfassende Veröffentlichung erscheint am 19. Juni über Someone Good. Im Zentrum stehen Field Recordings, Alltagsgeräusche und fragile musikalische Eingriffe, die Ai Yamamoto zu einer sehr unmittelbaren, atmosphärischen Form elektroakustischer Miniaturen verdichtet.
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Norðlandínus: Neues poetisches Werk von Mógil
Mit “Norðlandínus” veröffentlicht die isländische Formation Mógil am 2. Juni ihr inzwischen fünftes Album auf dem hauseigenen Label – ein Werk inspiriert vom Leben und Oeuvre des ebenfalls isländischen Malers, Philosophen und Wanderers Sölvi Helgason (1820–1895). Dessen Zeichnungen, Texte und Gedankenwelten bilden den Ausgangspunkt für eine Musik, die sich zwischen Folk, Kammermusik, Jazz, Minimalismus und Post-Rock bewegt und dabei eine stille, fast traumartige Intensität entfaltet.
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BIRCH BOOK: Casting Lines: A Museum Of Memory
Als In Gowan Ring hat der rastlose, ewig umherstreifende Bobin Eirth, kurz Bee, Alben aufgenommen, die in ihren besten Momenten – und davon gab es zahlreiche – mit seinem selbst so betitelten „symbolist folk“ den Hörenden Momente von Transzendenz bescheren konnte: Das vierte In Gowan Ring-Album „Hazel Steps Through A Weathered Home“ dürfte noch immer eines der besten Folkalben der jüngeren Geschichte sein. Weiterlesen
BODUF SONGS: Selected Instrumental Works
Hinter dem Namen Boduf Songs steht der britische Musiker Mathew Sweet – ein Künstler, dessen Werk sich seit den späten Nullerjahren beharrlich jeder eindeutigen Verortung entzieht und der vielleicht auch deshalb immer wieder für uns von Interesse war. Ausgehend von einem reduzierten, lo-fi geprägten Dark Folk hat sich seine Musik über die Jahre zu einem eigenständigen Idiom entwickelt, das Intimität, klangliche Reduktion und eine leise, aber Weiterlesen
KÖRPERTURM: s/t
Körperturm ist ein Begriff aus der Algebra und bezeichnet mehrere ineinander verschachtelte Körpererweiterungen. Unter dem Begriff firmiert neuerdings auch ein vermutlich im deutschsprachigen Raum ansässiges Musikprojekt, über dessen personellen Hintergrund wenig zu erfahren ist und das laut Discogs in Bereichen wie IDM, Nu-Disco und Tech Trance unterwegs ist – Genrebegriffe, die zwar als Wegweiser verstanden werden können, die jedoch Weiterlesen
Lagoon: Neues Album und Konzert von Flocks
Das neue Album des Berliner Duos Flocks, bestehend aus Werner Durand und Uli Hohmann, erscheint unter dem Titel “Lagoon” auf Karlrecords. Das Duo operiert an den den Überlappungsbereichen von Drone, ritueller Perkussion und elektroakustischer Textur. Selbstgebaute Blas- und Saiteninstrumente, persische Trommeln sowie dezente Elektronik verdichten sich zu weitläufigen Soundscapes, die zugleich erdig und entrückt wirken.
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Act 8: Mai Mai Mai, VÍZ, PΞB und andere in den Berliner Uferstudios
Mit Act(8) präsentiert die Berliner Reihe act_in_berlin Ende Juni einen Konzert- und Performanceabend zwischen Ritual, Post-Industrial, experimenteller Elektronik und trancehaften Klanglandschaften. Unter dem Motto “Spiritual circles echo through time from ancient traditions, finding their place within post-industrial everyday life” treffen in den Uferstudios unterschiedliche künstlerische Ansätze aufeinander, die sich mit Spiritualität, Körperlichkeit und archaischen Atmosphären auseinandersetzen.
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Syrr: Neue LP von Maryam Saleh
Mit “Syrr” („Geheimnis“) veröffentlicht die in Kairo lebende Sängerin und Musikerin Sarah Maison ein neues Album bei Simsara Records. Das Werk verschiebt einmal mehr die Grenzen arabischer Musik und bringt dabei Tradition, Experiment und persönliche Ausdruckskraft in ein reizvolles Gleichgewicht. Als prägende Stimme der ägyptischen Alternativszene verbindet sie hier Shaabi-, Folk- und klassische arabische Einflüsse mit modernen Arrangements und einer intensiven, oft theatralischen Gesangsperformance, die sich zwischen Intimität, Dramatik und feinem Humor bewegt – Wirkungen, die auch bei denen ankommen, die der Sprache nicht mächtig sind.
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The Gods Laugh: Neues Solowerk von Alison Cotton
Die britische Avant-Folkmusikerin und Komponistin Alison Cotton, die v.a. mit ihrer Band The Left Outsides einem größeren Publikum bekannt wurde, bringt 19. Juni ihr fünftes Soloalbum als LP und CD auf Glitterbeat heraus. Es erscheint gut zwei Jahre nach dem Vorgänger “Engelchen”. Erneut bewegt sich die Londonerin zwischen Drone und improvisationsbasierter Klangkunst mit Folkansätzen und entwickelt daraus eine Musik von stiller, eindringlicher Intensität.
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You’re Mine Again: Reissue des Albums von Nick Grey And The Random Orchestra
Zwölf Jahre nach der ursprünglichen CD-Veröffentlichung auf Milk & Moon Recordings erscheint “You’re Mine Again” von Nick Grey and the Random Orchestra nun digital auf den Streaming-Plattformen des Protagonisten. Das Album verknüpft Reminiszenzen an Avantfolk, Akustikpop und dezente Elektronik mit orchestralen Arrangements, Bläsern und Streichern, im Zentrum des Geschehens stehen Greys Gesang und Texte.
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TEMPLE MUSIC: No Mercy Seat Of Gold
Mit “No Mercy Seat Of Gold” führen Temple Music ihr auf “The Greater Whole” begonnenes Henry Vaughan-Projekt konsequent weiter – allerdings mit einer spürbaren Verschiebung des Schwerpunkts. Stand dort noch die eher assoziative, instrumentale Annäherung an die poetischen Reflexionen des Metaphysical Poet im Vordergrund, rückt nun die Sprache selbst ins Zentrum: “No Mercy Seat Of Gold” ist in erster Linie ein Spoken-Word-Album, getragen von Weiterlesen
SANDY CHAMOUN: Sawt El Doumouh
Die libanesische Sängerin und Schauspielerin Sandy Chamoun gehört seit einigen Jahren zu den markantesten Stimmen einer Szene, in der eine hybride, experimentierfreudige Musikalität, politische Erfahrung und performative Ausdrucksformen miteinander verschmelzen. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Konzert, Leinwand, Psych Rock und Klangkunst, wobei die Stimme stets als zentrales Medium fungiert – als Trägermedium von Erinnerungen, als Werkzeug der Weiterlesen