Für Kurzentschlossene: Heute am 15. Oktober treffen unter dem Motto “Open Family” vier Virtuosinnen und Virtuosen an verschiedenen Instrumenten aufeinander, deren klangliche Möglichkeiten einen weit gespannten, spektralen Raum für improvisatorische und kompositorische Entwicklungen eröffnen.
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Forsitesland: Neue LP von Werkbund
Walter Ulbricht Schallfolien überrascht mit einer unangekündigten Neuveröffentlichung von Werkbund. Das seit den späten Achtzigern aktive, rätselhafte Projekt um den Hamburger Musiker und Labelbetreiber Uli Rehberg verbindet elektronische Avantgarde mit einer Vorliebe für verschlungene historische Bezüge und imaginäre Überlieferungen.
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Power Chords: Neues Album der Band um Karl Bjorå
Am 30. Oktober erscheint mit “Power Chords” das neue Album des gleichnamigen Sextetts um den norwegischen Gitarristen und Komponisten Karl Bjorå als LP und CD bei Sonic Transmissions. Bjorå verbindet darin präzise komponierte Strukturen mit einer ausgesprochen unberechenbaren, körperlich anmutenden Spielweise.
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New Beasts: Neues Tape von Tsinder Ash
In Kürze veröffentlicht Tsinder Ash, eine in London lebende non-binäre Musikerin, unter dem Titel “New Beasts” ein neues Album bei Cruel Nature Records. Ash verbindet experimentellen Folk mit dunkler Elektronik und bewegt sich dabei zwischen sparsamen, intimen Passagen und chaotisch aufbrechenden Momenten. Inhaltlich kreist das Album laut Label um innere Dämonen, Ruinen und das Überwinden von Krisen, musikalisch fließen Einflüsse aus Folk, Jazz und extremeren Musikarten zusammen. Als erster Vorbote ist bereits “Vessel” erschienen, ein von gebrochener, zu Tränen gerührter Stimme, trockenem Saitenpicking und desolaten, cinematischen Streichern geprägtes Stück, dessen oftmals physische Bilder emotionale Zustände beschreiben.
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Jesse Budel erforscht verwitterte Pianos
Jesse Budel veröffentlicht am 23. Oktober auf Room40 mit “sanctuary × mill” eine Folge improvisierter Begegnungen mit verwitterten Klavieren zweier besonderer Orte in Australien: dem Murray Bridge Piano Sanctuary in South Australia und der Piano Mill im Grenzgebiet von New South Wales und Queensland. Gemeinsam mit Vanessa Tomlinson und Erik Griswold verbindet Budel Aufnahmen der Instrumente mit Field Recordings aus ihrer jeweiligen Umgebung.
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Calligraphy: Umfangreiches neues Werk von Vitor Joaquim
Der portugiesische Klang- und Medienkünstler Vitor Joaquim veröffentlicht am 23. Oktober mit “Calligraphy” ein zweistündiges, auf elf Abschnitte und zwei CDs verteiltes Werk im Eigenverlag. Ausgehend von der kosmischen Herkunft des Menschen verbindet Joaquim elektroakustische Komposition mit bearbeiteten Instrumentalklängen, Radioaufnahmen, Stimmen und elektronischen Texturen zu vielschichtigen, berührenden, oft spannungsgeladenen cinematischen Soundscapes.
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The Outsider: Linus und Bonnie “Prince” Billy mit Hommage an Jules de Corte
Am 23. Oktober veröffentlichen Linus gemeinsam mit Will Oldham alias Bonnie “Prince” Billy bei Aspen Edities “The Outsider – The Music of Jules de Corte”. Für ihr sechstes Album widmet sich das belgische Duo aus Ruben Machtelinckx (Gitarre, Banjo) und Thomas Jillings (Klarinette, Klavier, Saxofon, Synthesizer) dem Werk des niederländischen Liedermachers Jules de Corte und überführt dessen Songs in eine neue musikalische Form. Unterstützt werden sie dabei von Frederik Leroux (Akustik- und E-Gitarre, Banjo, Lap Steel), Laurens Smet (Bass, Perkussion, Synthesizer, Trompete) und nicht zuletzt Bonnie “Prince” Billy (Gesang).
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Beat Keller und Jorge Espinal: Gemeinsame LP bei Defkaz Records
Am 16. Oktober veröffentlichen Beat Keller und Jorge Espinal bei Defkaz Records ihr erstes gemeinsames Album “el agua es lava” – dt. “Das Wasser ist Lava”. Der Schweizer Gitarrist und Komponist Keller und der in Buenos Aires lebende peruanische Gitarrist und Improvisator Espinal begegnen sich darauf mit sehr unterschiedlichen Zugängen zur elektrischen Gitarre. Keller arbeitet mit Feedback, ungewöhnlichen Spieltechniken und Pedalen, während Espinal präparierte Gitarre, Elektronik und Fußperkussion einsetzt.
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Live at Max’s Kansas City: Frühe Konzertaufnahme von Alan Vega
Sacred Bones veröffentlichen am 20. November mit “Live at Max’s Kansas City” eine bislang unveröffentlichte Liveaufnahme von Alan Vega. Aufgenommen wurde das Konzert am 18. Juli 1980, wenige Wochen vor Erscheinen seines ersten Soloalbums “Alan Vega”, und dokumentiert damit eine entscheidende Phase am Beginn seiner Solokarriere. Gemeinsam mit dem jungen texanischen Gitarristen Phil Hawk verbindet Vega Rockabilly und Blues mit elektronischem Noise, Tape-Manipulation und Elementen der Performancekunst.
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V.A.: Music For Hotels Vol. 3 – Sea Songs
Das Meer gehört zu den großen Bildern der Kulturgeschichte. Mindestens seit Homer steht es für Aufbruch und Abenteuer, für Herausforderung und Bewährung, aber – so erfährt man im Metzler Lexikon der literarischen Symbole – ebenso für das Weibliche, die Regression und jene Tiefen des Unbewussten, in denen sich das Vertraute jederzeit ins Unheimliche verwandeln kann. Weiterlesen
DANIEL DECKER: Dysthymnia
Daniel Decker hat bisher u.a. politisch engagierten Indiepop gespielt (etwa hier), dem auch eine gewisse Melancholie innewohnen konnte. Sein neues, gerade auf Hauch Records erschienenes Album „Dysthymnia“ geht allerdings in eine musikalisch andere Richtung. Auf seiner Instagramseite geht Decker auf den Entstehungskontext ein: „Suffering a so called Double Depression, I lost my ability to listen to conventional music. Weiterlesen
MAJA ELLIOTT / MARCO GIACCARIA: Aişvarya
Vor einem halben Jahrzehnt entstand aus der Begegnung von Maja Elliott und Marco Giaccaria im italienischen Piemont das Album “Girovagabondo”, eine üppige Schatztruhe, die klassische, traditionelle und etwas wagemutigere Einflüsse zu einer farbenfrohen Klangwelt voller Aufbruchstimmung vereint. Die Musik lebt von einer offenen, wandelbaren Atmosphäre, die zwischen Leichtigkeit, Melancholie und Weiterlesen
The Grammar Module: Neuer Longplayer von Connor Camburn
Am 25. Oktober veröffentlicht Connor Camburn bei Solid Coated sein Album “The Grammar Module”. Der in Chicago lebende Künstler und Komponist arbeitet vor allem mit Automation und Wiederholung, die er über elektronische und hardwarebasierte Instrumente in musikalische Strukturen überführt. Neben seinen Projekten Agnes und litüus betreibt Camburn das Label Chained Library.
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Dééfait: Album der gleichnamigen Band auf Ici d’ailleurs
Dééfait veröffentlichen ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das aus der Verbindung von Ric Lara und den Musikern von Pays P. hervorgegangen ist. Die Pariser Band um den aus Mexiko stammenden Lara verbindet dabei eine dichte, fiebrige Mischung aus Noise, Psych Rock und experimentellem Postpunk, ohne sich eindeutig einem dieser Bereiche zuordnen zu lassen. Bass und Schlagzeug bilden laut Begleittext ein beharrliches Fundament, über dem sich mehrere Gitarren ineinander verhaken, während Laras hohe, verfremdete Stimme auf Englisch, Französisch und Spanisch zwischen Beschwörung, Schreien und fragilen Momenten wechselt.
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Operation Good Times: Digitaler Longplayer von Sluta Leta
In den kommenden Tagen veröffentlichen Sluta Leta ihr neues Album “Operation Good Times” bei Schematic Music Company. Die 16 Stücke verbinden elektronische Funk- und aufgeweckte Synth-Pop-Elemente und greifen dabei musikalische Formen aus Vergangenheit und Zukunft auf.
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Jozef Van Wissem und Jim Jarmush mit gemeinsamem Doppelalbum
Am 6. November veröffentlichen Jozef Van Wissem und Jim Jarmusch bei Sacred Bones Records zwei eng miteinander verbundene Alben, die im Juli 2025 in den Fonoprint Studios in Bologna aufgenommen wurden. “Bocca di Lupo” trägt den Namen der Straße, an der sich das Studio befindet, und verbindet neue Kompositionen mit einer neuen Fassung von “Only Lovers Left Alive” sowie einer Überarbeitung von Van Wissems “Apology”. Die übrigen Stücke sind neue Arbeiten, u.a. mit Courtney Barnett im Duettgesang oder mit einem beiläufig aufgezeichneten Gespräch von Adriana Coppi und Veronica Mayrr von Deux Femmes im Hintergrund. Auch Van Wissems eigene Lyrik ist zu hören.
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Art 2: Sad Man mit seinem zweiten Album
SAD MAN setzt mit “ART 2″ die Arbeit des ersten Albums fort und verbindet dichten, verzerrten Noise mit wuchtigen Drums, stark bearbeiteten Gitarren und schweren Synthiesounds. Melodische Fragmente tauchen aus den Soundschichten auf und verschwinden wieder, während sich allmählich rhythmische Strukturen aus dem scheinbaren Chaos herausbilden. Dabei reicht das Spektrum von hartem, schleppendem Noiserock über wabernde Ambientpassagen bis zu verstörender Elektronik.
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Sentimental Punk: Baphomet Vernacular und Okkyung Lee untermalen Filme von Valie Export, Maria Lassnig u.a.
Am 10. Oktober findet im Berliner Kotti-Shop die letzte Ausgabe von Sentimental Punk in diesem Jahr statt. Unter dem Titel “The body, the score” werden Arbeiten von Mara Mattuschka, Maria Lassnig, Peggy Ahwesh und Valie Export gezeigt, zu denen Baphomet Vernacular und Okkyung Lee jeweils einen eigenen Live-Soundtrack entwickeln. Zwei unterschiedliche musikalische Zugänge treffen dabei auf eine Auswahl von Filmen, in denen der menschliche Körper zum Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung wird.
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How Could We Dare To Exist? Neues Album aus dem Hause Salisman
Salisman sind mit “How Could We Dare To Exist?” zurück und aktualisieren in der Inkarnation Salisman Communal Orchestration ihren eigenwilligen Sound, den sie als Western Shoegaze bezeichnen. Im Vordergrund steht diesmal ein akustisches Schlagzeug, während Pedal Steel, angezerrte Gitarren, wummernder Bass, melancholisches Strumming, eierndes Bandecho und verwaschene Elektronik weiterhin für die charakteristische Atmosphäre sorgen. Dazu kommen stoffelige Midtempo-Rhythmen, ein drängender hochtönender Gesang und ironisch-desolate Texte.
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